Politische Steuerung bezeichnet die Gesamtheit der staatlichen Maßnahmen, mit denen Regierungen gesellschaftliche, wirtschaftliche und administrative Prozesse beeinflussen, ordnen oder lenken.
Sie erfolgt über unterschiedliche Instrumente wie Gesetze, Verordnungen, finanzielle Anreize, Subventionen, Planungsvorgaben oder administrative Verfahren. Ziel politischer Steuerung ist es, bestimmte Entwicklungen zu fördern, zu begrenzen oder in geordnete Bahnen zu lenken.
Politische Steuerung setzt dabei auf die Annahme, dass komplexe Systeme durch Regeln, Zielvorgaben und institutionelle Mechanismen beeinflussbar sind. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch wesentlich von Umsetzbarkeit, Akzeptanz, institutioneller Leistungsfähigkeit und der Fähigkeit zur Anpassung ab.
Kritisch betrachtet stößt politische Steuerung dort an Grenzen, wo Zielkonflikte bestehen, Informationen unvollständig sind oder gesellschaftliche Dynamiken sich staatlicher Kontrolle entziehen.
Politische Steuerung ist somit kein statischer Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess zwischen Anspruch, Umsetzung und tatsächlicher Wirkung.


