Resilienz

Definition

Resilienz bezeichnet die Widerstands- und Erholungsfähigkeit eines Systems gegenüber Störungen. Ein resilientes System kann Schocks abfedern, seine Kernfunktionen aufrechterhalten und sich nach Belastungen wieder stabilisieren.

Systemische Perspektive

Resilienz wird auf sehr unterschiedliche Ebenen angewendet: Individuen (psychische Resilienz), Organisationen, Lieferketten, Infrastrukturen oder ganze Staaten. Entscheidend ist dabei weniger die Vermeidung jeder Störung als die Fähigkeit, mit Störungen zu rechnen und handlungsfähig zu bleiben.

Bausteine

Typische Elemente von Resilienz sind Redundanz (Puffer/Reserve), Diversifizierung (Abhängigkeiten verringern), Robustheit (Belastbarkeit) und Anpassungsfähigkeit (Lernen und Umstellen). Resilienz kann dadurch steigen, dass Systeme weniger optimiert, aber besser abgesichert werden.

Politische und kommunikative Bedeutung

In politischen Strategien wird Resilienz häufig als Leitbegriff genutzt, um Vorsorge, Vorratshaltung, neue Sicherheitsarchitekturen oder Regulierung zu begründen. Der Begriff ist dabei oft positiv besetzt, kann jedoch je nach Kontext sehr unterschiedliche Maßnahmen meinen.